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  Chronik der

" Oberen Mühle in Hinterhermsdorf"

 

Der Aufbau der Ober Mühle ist nicht eindeutig feststellbar. 1547 wird eine Mühle erstmalig im Hohnsteiner Amtserbbruch im unteren Heidelbachtal beim Kalkbruch erwähnt. So darf es nicht verwundern, wenn für die Mühle früher auch die Namen Heidelmühle, Mühle am Kalkbruch oder Kalkofenmühle verwendet wurden. In späterer Zeit wurde der Mühle auch der Name der jeweiligen Besitzer gegeben, zuletzt Pallme-Mühle.

Fest steht, dass die erste Mühle im Heidelbachtal eine Brettmühle war, die aber möglicherweise erst seit 1586 im Heidelbachtal bestand da unter Hinzuziehung von Karten eine vorherige Mühle nur an der Kirnitzsch verzeichnet war. Mit Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass der erneute Aufbau der Mühle am 06.05.1670 dem Floßmeister Hans Hantzschel auf seinem Erbräumicht - auch Kalkwiese genannt - bewilligt wurde. Der Lehnrichter und Sohn von Hans Hantzschel, Johann Michael Hantzschel, übernimmt die Mühle und verkauft diese 1696 an den Hinterhermsdorfer Förster Gottfried Kühnel. Die Mühle geht 1757 an Johann Gottlieb Kühnel und 1770 an Christian Kühnel über. 1779 übernimmt J. G. Kotte die Mühle.

In dem Inventarverzeichnis von 1850 ( der Kaufpreis beträgt 1600 Taler ) ist eine grössere Anzahl von Brotschüsseln und -schiebern erwähnt, die vermuten lassen, dass in der Mühle nicht nur für den eigenen Bedarf gebacken wurde. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts sind nähere Einzelheiten über die Beschaffenheit der Gebäude bekannt. So gehören zum Wohnhaus der Kuh- und Schweinestall ( unterhalb der Wohnstube ), ein Seitengebäude mit Strohschuppen, eine angebaute Radstube, ein Auszugshaus mit angebautem Backofen und im Erdgeschoss ein  Ziegenstall.

1860, in der Nacht vom 20. zum 21. Juni brannte die Mühle , ohne dass etwas gerettet werden konnte, ab. Der Staat kauft die Mühle und die dazugehörenden Besitzungen im Mai 1861 für 5.000 Taler.

1865 erbaut der Erbrichter Hager eine neue Mahlmühle mit 2 Gängen. Das Gebäude, inzwischen stark verändert, besteht heute noch. Der daneben befindliche Kalkofen verfiel. 1870 erwarb J. W. Ringel die Mühle. In den nachfolgenden Jahren wechselten sehr häufig die Besitzer. Hierdurch ist die Mühle stark herabgewirtschaftet und kann nicht erneut verkauft werden. Erst 1897 kauft G. A. Nieke die Mühle, legt den Mühlteich oberhalb des Hauses an und baut 1907/08 eine Schneidemühle ein. Das Wasserrad wird durch eine Turbine ersetzt. 1902 brannte die zur Mühle gehörende Scheune ab. 1909 erwarb für kurze Zeit ein Hinterhermsdorfer Kaufmann die Mühle und verkauft sie noch im gleichen Jahr an August H. Pallme. Zu dieser Zeit gehören 3 ha und 82,3 Ar Feld, Wiese und Wald zum Grundstück. Die Anlage der Mahlmühle bestand noch bis in die 30er Jahre. Die Schneidemühle wurde weiter betrieben. Der Lebensunterhalt wurde überwiegend durch Tischlerei und Landwirtschaft bestritten.

Nach Beendigung des 1. Weltkrieges gab es die ersten Sommerfrischler,deren Zahl im Laufe der Jahre zunahm, was bei der schweren wirtschaftlichen Lage willkommene Nebeneinnahmen mit sich brachte. Der Abgelegenheit der Mühle wegen war es für die jeweiligen Inhaber wichtig, auch auf andere Weise ( z.B. als Bauer, Maler, Fuhrmann usw. ) ihr Einkommen zu erwirtschaften. So wurden hier auch Teile für die Kunstblumenindustrie in Sebnitz und Schneeschuhe ( Skier bis 1953 ) hergestellt. Bis 1978 wurde in der Mühle die Tischlerei von dem Sohn August Hermann Pallmes, Walter Pallme, betrieben.

Seit den 50er Jahren wurde neben der Tischlerei die Mühle in den Sommermonaten als Ferienheim genutzt. Durch viele Um- und Anbauten entstanden mehrere Ferienzimmer, so dass man ab 1961 auch in den Wintermonaten Urlauber unterbringen konnte.

Bis 1990 leitete das heutige Ferienheim Frau Dora Weiske, welche die Mühle von ihrem Vater Walter Pallme übernahm. Seit 1990 wird das Ferienheim von Anja ( Tochter von D. Weiske ) und ihren Mann Detlef Leichtfuß geführt.

 

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